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| Vertrauen schaffen |
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Ganz gleich ob der Weltmeister von morgen oder der König der Wälder, ganz gleich ob das Springpferd oder der Pleasure-Crack, eines brauchen sie alle: das Vertrauen. Oder von der anderen Seite aufgezäumt: ohne Vertrauen kein Partner. Was scheint wie in der Liebe ist gar nicht soweit entfernt. Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis aller soliden Schritte. Un weil das so abgedroschen klingt, wird es kaum oder zumindest zu wenig genau beachtet. Denn die Frage wie man Vertrauen schafft, wird kaum gestellt. Man geht oft davon aus, dass Vertrauen von alleine kommt. Weit gefehlt, wenn wir einen Blick in manch Gesicht von Turnierpferden wagen oder uns in den Wald begeben, wo uns scheuende Pferde begegnen, zumindest diejenigen die überhaupt alleine vom Stall in den Wald laufen.
Um überhaupt ein Vertrauensverhältnis mit dem Pferd zu schaffen, muss zuerst einmal die Bereitschaft von uns Menschen da sein, sich einer Situation zu stellen und sie nicht zu meiden. Wer Probleme umgeht, ist aus Sicht des Pferdes kaum ein ernstzunehmendes Alphatier. Das Pferd scheut beim Ausritt. Umkehren zeigt dem Pferd auf, dass der Mensch dieselbe Stelle scheut und sich der ebenfalls nicht stellen will. Es wird sich in seiner Entscheidung nicht vorbeizugehen bestätigt fühlen. Noch schlimmer wird die genannte Situation, wenn der Reiter mit der Stimme das Pferd beruhigt, mit ihm spricht und solche Sachen sagt wie: „Ist nicht so schlimm, schau das macht nichts.“ Gut gemeint geht dieser Versuch voll nach hinten los. Das Pferd erkennt beim Reiter ein verändertes Handeln. Offensichtlich scheint aus Sicht des Pferdes also auch der Mensch auf die Situation zu reagieren. In der Regel fühlt sich das Pferd in seiner Entscheidung nicht weiter zu gehen damit nur bestärkt. Ich muss dem Pferd also zeigen, dass ich die Entscheidung gar nicht erst abwäge, sondern längst gefällt habe und unbeirrt meinen Weg gehe. Eine Selbstverständlichkeit an den Tag zu legen bedeutet, zuerst einmal dem Pferd Vertrauen geben, ehe wir Vertrauen verlangen. Eine Basis zu schaffen, dass das Pferd einen Grund sieht, uns zu vertrauen. Manchmal reicht schon diese richtige Einstellung und Sicherheit, um dem Pferd genügend Vertrauen zu geben.
Die Fortsetzung des Artikels finden Sie im WESTERNER-Journal Januar 2012.
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| 06.01.2012 |

| Das erwartet uns im Jahr 2012 |
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Einige Veranstaltungen stehen wie ein Fels in der Brandung. Doch haben wir in den letzten Jahren einige dieser Felsen ans Meer von Events verloren. Andere sind an einem anderen Ort im Meer der Western-Anlässe emporgekommen. Ein kleiner Segeltrip durch dieses Meer gibt Ihnen eine Idee, was Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Auf die Gefahr hin, dass die Geschmäcker verschieden sind, möchte ich Sie trotzdem einladen, mal über Ihre Bucht hinaus zu segeln, um die hochinteressante Vielfalt der Schweizer Western-Anlässe zu entdecken. Zumal wir anfangs Jahr sind und der Vorsatz uns als gemeinsame Welt der Westernreiter zu verstehen ein schöner Gedanke ist. Aber zurück zu den Anlässen. Es gibt vier Tendenzen, in welchen Anlässe zu finden sind, die definitiv eine Reise wert sind. Verbände und Private sind immer mal wieder bereit, einen neuen Anlass zu lancieren. Das wird auch im Jahre 2012 nicht ander sein. Anders ist jedoch, dass wir historisch neue Events haben im Jahr 2012.
Da wäre mal die Dream-Mountains-Horse-Show in Granges. Erstmals wird das Unterwallis zum Schauplatz eines Westernturniers. Nach den erfolgreichen Jahren von Polliez-Pittet, die schon etwas zurück liegen, kommt nun endlich wieder ein grosses Westernturnier in die Romandie. Belohnt wird der Anlass 02. bis 03. Juni mit der Challenge Romandie. Ein Championat für die Romandie verspricht Spannung und Unterstützung der Bevölkerung, die Springreiter haben ihr Romandie-Championat zu einem veritablen Gross-Anlass mit Fernseh-Präsenz ausbauen können. Mögen die Bemühungen von Sophie Gillioz und ihrem Team im Unterwallis dieselben Früchte tragen.
Ein Höhepunkt wird im Kalenderjahr 2012 definitv die Europameisterschaften der Appaloosas sein. Der Appaloosa Horse Club Switzerland wagt sich an die grosse Aufgabe heran, diesen Anlass zu veranstalten. Als Lokalität haben die Appaloosa-Freunde der Schweiz die Horseacademy in Mooslargue (FRA) ausgewählt.Einmal mehr wird die Horseacademy Schauplatz der Geschichte von Schweizer Westernanlässen, in Anlehnung an die World Reining Trophy, European Youth Cup und vielen weiteren Highlights. Da der ApHCS in den vergangenen Jahren immer mehr Appaloosas für Turnier mobilisieren konnte, man denke nur an die Futurity 2011, dürfte dieser Enthusiasmus auch an der EM vom 11. bis 14. Oktober spürbar sein Der ApHCS dürfte nicht nur als Veranstalter erfolgreich sein, nach dem Abschneiden der Schweizer an der EM 2011 in Deutschland, wird auch sportlich eine Resie an die Appaloosa-EM lohnend sein, um vielversprechende Schweizer Paare anzufeuern.
Und die Horseacademy in Mooslargue wird für ein weiteres Novum herangezogen: Die NRHA Switzerland hat durch die fehlenden Pferde an der Reining-Futurity reagiert und diese gestrichen. Nicht ersatzlos, wohlverstanden. Die NRHA bietet neu ein Derby an. Dieses wird im Rahmen des Summer Slide vom 09. bis 12. August stattfinden und beabsichtigt junge Pferde in einer gut gefüllten Preisgeld-Klasse gegeneinander antreten zu lassen.
Was es sonst noch alles zu entdecken gibt und ein paar Vorschläge des WESTERNERs finden Sie im WESTERNER-Journal Januar 2012.
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| 01.01.2012 |

| Sanfte Cowboy-Klänge für Pferdefreunde |
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Cal und Teddy Linford wissen von was sie singen. Aber darüber hinaus sind die beiden Geschwister als Duo auch überaus begabt, schreiben ihre Musik selber und beehren mit dieser Kombination die Themen der Western-Lebensweise. Wenn The Linfords auftreten, ist es mucksmäuschen still in den Rängen. Die Geschichte in jedem Song berührt. Und das gilt für all diejenigen, die draussen in der Natur arbeiten oder für einige ehrliche Werte einstehen. nsbesondere die Cowboys oder Pferdefreunde. Etwa mit dem Song "Quarter Horse." Dieses Stück erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der will, dass sein Vater ihm beim Reiten zusieht. Der Song handelt von den Gefühlen, die ein Pferd wie das besungene buckskin-farbene hervorrufen kann.
Die CD der Geschwister Linford heisst "We Could Ride" (wir konnten noch reiten). Eine Botschaft im Sinne einer Kritik an die heute oft fehlende Zeit für das Wesentliche, aber auch ein Songtitel der CD. Das Stück "We Could Ride" handelt von den eigenen Kindheitserinnerungen an die von Stiefeln überlagerte Küchentür und die Rodeo-Geschichten vergangener Tage. Um solche und weitere Geschichten auf dieser CD zu erzählen, soll die Musik dezent sein, die Worte untermahlen und die nicht wie heute oft üblich die kargen Sätze ins endlose ausschmücken. Deshalb decken sich The Linfords mit Dave Stamey; es sind ehrliche Geschichten mit einer sanften Melodie. Die Gitarre unterstützt die Stimmen. Mehr entnehmen Sie dem WESTERNER-Journal des Monats Dezember 2011.
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| 20.12.2011 |

| Ethik und Pferd: Die Schweiz übernimmt Verantwortung |
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Darf man ein Pferd mit zweijährig anreiten? Darf man ein Pferd einer Reining-Futurity-Belastung aussetzen oder im Pleasure jeglichen Vorwärtsgang unterbinden? Das Observatorium der schweizerischen Pferdebranche, kurz OFiChev (Observatoire de la filière du cheval) arbeitete in seiner Gruppe Ethik & Pferd mit solcherart Fragen und stellte Überlegungen rund um die ethisch vertretbare Nutzung und Haltung der Pferde an. „Wir sensibilisieren, hinterfragen und geben falls möglich Empfehlungen,“ erklärt Doktor Stefan Rieder. Er ist Leiter des Forschungsbereichs im Nationalgestüt Avenches und eines von ausgewählten Mitgliedern der Arbeitsgruppe Ethik. Schon die Ouvertüre zum Thema zeigt auf, dass eine Expertengruppe von Rang und Namen sich um den zweifelsohne weitreichenden Begriff der Ethik Gedanken macht. Eine Gruppe, die den klaren Anspruch hat, mittels Fakten und einem wissenschaftlichen Ansatz, eine schier endlose Reihe an Fragen genauer zu beleuchten. Bevor man diskutiert muss schon mal abgesteckt werden, was denn nun Ethik beim Pferd genau meint. Ethik beim Pferd meint primär, „dass es nicht nur um die Interessen des Menschen geht,“ erklärt Rieder. Die Arbeitsgruppe fasst zusammen, dass „die ethische Frage darin besteht, systematisch zu eruieren, was man nun tun muss oder wie vorzugehen ist, damit es gut und richtig sei.“ Konkret erwächst daraus bereits die erste Empfehlung, die die Gruppe mittels einer kleinen Broschüre wie folgt abgibt: „Ethik bedeutet das eigene Verhalten zu hinterfragen.“ Und damit verbunden natürlich auch danach zu handeln. Ethik kann also aufzeigen, ob gewisse Umgangsformen mit dem Pferd vertretbar sind oder als Frage formuliert: „Was darf ich von meinem Pferd verlangen.“ Daraus erwächst eine vielschichtige Diskussion, die aber „keine Gesetze macht, sondern abwägt,“ fasst Rieder zusammen und verdeutlicht: „Wir versuchen im Helikopter über dem Problem zu schweben, um die Tragweite als Ganzes zu erkennen.“ Mit welcher Methode das geht und welches die Möglichkeiten dieser Gruppe sind, das und mehr erfahren Sie im WESTERNER-Journal Dezember 2011.
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| Drei Exponenten der Ethikgruppe v.l.: Ruedi von Niederhäusern,Dr. Stefan Rieder und Dr. Iris Bachmann. (Foto: Jacqueroud) |
| 05.12.2011 |

| Erbkrankheit bei den Freibergern |
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Der Schweizerische Freibergerzuchtverband (SFZV) hat beschlossen, sämtliche männlichen CLF-Träger zu kennzeichnen und in Zukunft keine neue Trägerhengste zu kören. Mit diesen Massnahmen wird der weiteren Verbreitung des Gens Träger der Caroli-Leberfibrose in der reibergerpferdepopulation Einhalt geboten. Die angeborene Leberfibrose (CLF) ist eine seltene monogen autosomal rezessiv vererbte Krankheit, die zur Vernarbung der Lebergefässe führt. CLF kommt in verschiedenen Spezies vor. Beim Freiberger wurden die Veränderungen der Leber, das klinische Erscheinungsbild sowie der Erbgang bereits im Jahre 2000 erstmals beschrieben. Die Krankheit verläuft beim Freiberger tödlich, betroffene Fohlen werden zunehmend schwächlich und sterben im Alter von ca. 2 – 6 Monaten. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Bern, des Nationalgestüts Avenches, der SHL Zollikofen und des SFZV konnte gezeigt werden, dass die Häufigkeit des CLF-Allels bei rund 6% liegt. Darauf basierend muss aus aktuell ca. 2650 Geburten mit rund 10 betroffenen Fohlen pro Jahr gerechnet werden. Aufgrund eines indirekten genetischen Markertest konnte gezeigt werden, dass 13 gekörte Hengste, davon gehören 6 am Schweizerischen Nationalgestüt, Träger sind von dieser Erbkrankheit. Die betroffene Hengste der Privatbesitzer sind: Ecu, Elias, Enjoy, Euridice, Harkon, Helix und Nankin des Aiges. Es handelt sich vor allem um Hengste der E-Zuchtlinie; der Hengst Elu war CLF-Anlageträger und ist massgeblich an der breiten Streuung des Defektallels in der Population beteiligt.
Mehr dazu erfahren Sie im WESTERNER-Journal Dezember 2011.
Hier können Sie die Begründung des Nationalgestüts nachlesen
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| Der Freiberger-Hengst Enjoy. (Foto: pd) |
| 24.11.2011 |

| Die Neue ist da |
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Im Vorjahr haben wir zum ersten Mal das Filmmaterial gesammelt und in die Schweizer Western Highlights Volume 1 herausgegeben. Damals das erste Schweizer Western DVD. Nun ist das Volume 2 fertig geworden. Abermals sind es über 65 Minuten Filmmaterial. Diesmal bedeutend angereichert mit Tipps und Kommentaren der entsprechenden Leute. Es sind aber auch die schönsten Bilder der grossen Turniere drauf. Und das wichtigste: viele Minuten unveröffentlichtes Material. Auf den Web-Videos hier unter dem Menüpunkt Video zu finden, sind jeweils nur die Kurzfilme drauf. Der volle Beitrag ist eben auf der Highlight-DVD zu finden. Die DVD ist inklusive einem Bonus-Track aus der WESTERNER-Lern-DVD von Heiri Estermann. Und wie im Vorjahr kostet dieses farbige Sammelwerk lediglich CHF 20.--. Profitieren Sie von der Aktion im WESTERNER-Journal Dezember 2011, wo Sie die DVDs Volume 1 und 2 für lediglich CHF 29.-- zusammen kaufen können. Diese Aktion gilt bis am 20. Dezember und wird auch in unserem Shop wenn Sie Online kaufen berücksichtigt. Damit haben wir Ihnen im Shop einige interessante Geschenkideen bereit. Bestellungen bis am 20. Dezember können wir Ihnen noch vor Weihnachten zustellen.
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| 21.11.2011 |

| Der Zeit-Faktor im Umgang mit Pferden |
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Ja klar, man soll sich Zeit nehmen ein Pferd auszubilden, ja sogar um es nur schon zu bewegen. Soweit nichts neues. Aber diese Prämisse verkümmert im Affekt des Trainings und im Alltag; viele Trainingsmethoden greifen genau diesen Zeitaspekt an, in dem sie Abkürzungen suchen, die nie und nimmer die Qualität eines gereiften Lernprozesses erreichen werden. Dass Westernreiten vom Zeitmangel besonders betroffen ist, lässt sich schon historisch rekonstruieren. Die Texaner haben nicht nur die Ausbildung eines Ranchpferdes vereinfacht, sondern auch noch ein ganzes Arsenal an Traininsgegenständen entwickelt, die den Pferden klar machen, dass kein Weg an der geforderten Aufgabe vorbeiführt. Dabei wäre genau das im eigentlichen Sinne unserer Reiterei. Ein selbstständiges, abgeklärtes Pferd (nicht im Sinne von abgelöscht, sondern im Sinne von selbstbewusst), soll die Zeit erhalten, Fehler zu machen. Gestalten sich diese nämlich als unangenehmer als unsere eigentlichen Vorschläge, wird aus unserer Forderung bald eine gute Idee aus Sicht des Pferdes. Ein einfacher Grundsatz den schon Ray Hunt in seinem Buch „Think Harmony With Horses“ erklärt hat. Aber was bedeutet das nun konkret? Gibt ein Pferd nicht nach, sollte ich weder den Druck vertärken noch schärfere Ausrüstung anziehen, sondern mit demselben Druck zuwarten, bis das Pferd die gewünschte Nachgiebigkeit zeigt. Somit ist nicht der Aubsildner derjenige, der sich auf einen Kampf einlässt, sondern derjenige, der sich Zeit nimmt, dem Pferd zu helfen den angenehmen Ort wo der Druck nachlässt zu finden. Es braucht weder mehr Druck noch eine andere Ausrüstung; es braucht nur mehr Zeit, damit das Pferd aus seinen Fehlern eine positive Lehre ziehen kann. Viele weitere Aspekte finden Sie im Artikel im WESTERNER-Journal November 2011.
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| 14.11.2011 |

| Horseman und Spitzenreiter in einem: Morey Fisk (CAN) |
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Er redet nicht viel und ist dennoch in aller Munde. Er startet nicht immer und überall und gehört dennoch zu Europas Elite im Reining. Er sticht heraus aber ohne zu übertreiben. Im Gegenteil. Er ist ein stiller Schaffer, der stets die Harmonie mit dem Pferd sucht und das auf höchstem Niverau. "Ich glaube hundertprozentig daran, dass man ein junges Pferd an die Futurity bringen kann und in den Spitzensport bringt, ohne dabei unfair zum Pferd zu werden," sagt Morey Fisk mit bestimmtem Gesicht, während dem hinter ihm im Office Bilder von grossen Erfolgsgeschichten von jungen Pferden hängen. Pferde, die er während seinen Erzählungen immer wieder einbringt, schon fast liebevoll jeden einzelnen in höchsten Tönen lobt. So ist die 2005 Derby-Champion-Stute ein Beispiel an Gesundheit und Fitness, jedoch nicht mehr im Sport. Sie wird als Zuchtstute eingesetzt. "Bevor wir überhaupt von Training sprechen, muss ich dafür sorgen, dass den Pferden wohl ist," erklärt Fisk. In der Tat sind die Anzahl Weiden in der Einfahrt der Horseacademy Mooslargue (FRA) wo Morey Fisk seit einem Jahr trainiert, beeindruckend. "Die Pferde gehen jeden Tag auf die Weide," erzählt er weiter. "Sie haben einen geregelten Tagesablauf mit Training, Essen, Ruhephase und Weidegang." Schnell wird klar, dass sein Interesse über ein gesundes Pferd hinaus geht. Wohlbefinden im mentalen Sinne ist für Morey Fisk die Grundlage, um überhaupt gut trainieren zu können oder wie er sagt: "Wenn Pferde zu uns kommen, muss es für sie ein Heimkomm-Gefühl geben." Um im Sattel Leistung vom Pferd zu erhalten, will Morey Fisk dem Pferd knappe und klare Signale geben. "Das Pferd muss zuhören wollen, es muss auf meine Signale warten und dann darauf eingehen." Was einfach klingt, ist in Tat und Wahrheit ein äusserst ambitiöses Ziel, um auf faire Art und Weise, nämlich nach dem alten Cowboy-Prinzip "Weniger ist mehr," ein Pferd mit Horsemanship an überragende Leistungen heranzuführen. Mehr über Morey Fisk erfahren Sie im WESTERNER-Journal November 2011.
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| Morey Fisk (CAN) in seinem Office auf der Horseacademy (FRA). (Foto: Jacqueroud) |
| 09.11.2011 |

| Europas Roping-Elite in Matzendorf |
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Eigentlich war es die Schweizermeisterschaft der Disziplinen, die mit Pferd und Rind stattfinden. Doch der Name Greatest Ranch Cowboy zeigt schon auf, dass die Meisterschaften der echten Cowboy-Disziplinen mehr sind als nur ein Sportevent. Deshalb sollte das schlechte Wetter auch den angereisten Cowboy-Enthusiasten aus vier Nationen keinen Abbruch tun; es wäre ja schon ein Widerspruch wenn man die echten Cowboy-Aufgaben von draussen auf der Ranch vorstellt und sich dann auf der anderen Seite an ein bisschen Regen stört. Abgesehen davon konnte man einmal mehr feststellen, dass beide Anlagen von Matzendorf beste Voraussetzungen boten. Ein Novum für die Schweiz war die Europameisterschaft im Ranch Roping. In sieben Disziplinen gab es rund ein Duzend verschiedene Würfe zu bestaunen und 46 Konkurrenten. Die Schweizer vermochten die Kategorie Greenhorn dank einem Sieg von Tom Fischer genau so für sich zu entscheiden wie die Stufe Ladies dank dem Punkte-Total von Danja Gisler und der Stufe Advanced mit dem Sieg von Claudio Wyss. In der Vaquero-Stufe mit den altkalifornischen Würfen unterlagen die Schweizer der ausländischen Konkurrenz. Der Ungare Mate Polanyi sollte zum Künstler am Seil avancieren. Er gewann die Vaquero-Klasse, den Final vom Sonntag sowie die gerittene Klasse. Titelverteidiger Walter Gisler aus Uri kam auf den zweiten Rang im Final. Mit Polyanyi auf Rang eins, Gisler auf zwei und Klaus Wetzel auf drei (GER) waren drei verschiedene Nationen auf dem Podest. Der Ranch-Horse-Wettbewerb hatte weniger Starts als im Vorjahr dafür aber alles ambitionierte Paare mit Chancen auf den Meistertitel. Dass Christian Droz die über vier Disziplinen gehende Prüfung für sich entscheiden konnte, war nicht überraschend. Der Romand ist seit geraumer Zeit ein tolles Team mit seinem Pferd Watch Little Pinkie. Der zweite Rang mit Marianne König und Taco Lenas Star ist ebenfalls ein Beweis, dass man mit Harmonie und Freundschaft Erfolg haben kann. Mehr zum Roping und zu den Entscheidungen im Cutting lesen Sie im WESTERNER-Journal November 2011.
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| Walter Gisler war als drittplatzierter in der Vaquero-Klasse der beste Schweizer. (Foto: horsefotograf) |
| 07.11.2011 |

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