Mai Ausgabe

Im Onlineshop



Das sind einige Themen im Mai WESTERNER

Foto: Alena und Tini - Youth Monat Mai
Foto: Alena und Tini - Youth Monat Mai

Youth

Von der Idee zur
eigenen Rubrik

Es hat ja überhaupt keine Jugendlichen mehr, welche sich für das Reiten interessieren. Diesen Satz habe ich vor kurzem gehört und war schockiert, das darf doch nicht wahr sein? Ich durchstöberte die beliebtesten Social Media Plattformen und  beruhigte mich etwas, es gibt noch einige Jugendliche in der Schweiz, welche sich sehr wohl für das Reiten, insbesondere für das Westernreiten interessieren und auch sehr aktiv sind! 

Ich möchte mit jugendlichen Westernreitern aus der ganzen Welt Interviews führen, Berichte über Turniere und Youth Team-Events veröffentlichen und auch einige weniger bekannte Gesichter vorstellen. Ich erhoffe mir so, noch mehr Jugendliche motivieren zu können, sich aktiv in der Westernreitszene zu beteiligen und wieder vermehrt an Turnieren teilzunehmen, damit es dieses Jahr auch wieder eine Youth-Schweizermeisterschaft geben kann.

 

Die Youth-Zeit war für mich persönlich etwas ganz Besonderes und ich möchte, dass noch viele Jugendliche die Möglichkeit haben, so viele tolle Momente zu erleben, wie ich es konnte.

 

von Chantale Wellauer

 

Foto: Karin Rohrer
Foto: Karin Rohrer

Haltung

Ein durchdachtes Weidemanagement,

Damit unsere Vierbeiner die Weide-Saison 

auch richtig geniessen können 

Was gibt es Schöneres, als gesunde und zufriedene Pferde auf einer gepflegten und sicheren Weide. Damit unsere Vierbeiner die Weide-Saison auch richtig geniessen können, ist ein durchdachtes Management seitens der Pferdehalter unabdingbar. Abäppeln, Unkraut, Portionsweide oder Düngen sind Schlagwörter, mit denen sich der fürsorgliche Pferdebesitzer auseinandersetzt. Urs Hodel aus Leuzigen ist Berater der Firma LANDOR und kennt sich mit der erfolgreichen Bewirtschaftung und Pflege von Pferdeweiden aus.

Gerade die Weidehygiene wird oftmals unterschätzt und das regelmässige Aufsammeln von Pferdeäpfeln hat eine grosse Bedeutung. Einerseits kann mit dem regelmässigen Abäppeln der Infektionsdruck durch Parasiteneier oder -larven vermindert werden. Zudem kann dem Entstehen von sogenannten Geilstellen gegengesteuert werden, denn die Pferde weiden ihre Kotstellen nicht ab und hier gedeiht gerne Unkraut, nebst dem Verlust an Untergräsern. Neben täglichem Absammeln der Pferdeäpfel trägt das Mulchen von Geilstellen zum Erhalt der Grasnarbe bei. «Es macht wirklich Sinn, mehrmals pro Woche den Kot einzusammeln. Denn es ist eine wertvolle Massnahme, um die Verwurmung einzudämmen und das Absterben von nährstoffreichen Untergräsern zu verhindern», erklärt Urs Hodel. 

 

von Karin Rohrer

Foto: Peter Markwalder
Foto: Peter Markwalder

Wissen

Bosal – Wunderinstrument oder Brechwerkzeug?

Weder noch. Richtig angewendet ist es eine gute, gebisslose Ausbildungszäumung für das junge Pferd während der Phase seiner Zahnwechsel im Alter von ca. 2 ½ bis 5 Jahren. So gut oder schlecht wie die Hand, die es bedient. Aber genau genommen ist es nur ein Teil davon. Der korrekte Name für diese Zäumung ist bei uns im Westernreiten als Hackamore bekannt und hat mit dem als «mech. Hackamore» bekannten Brechwerkzeug nicht viel gemeinsam. Unsere Hackamore besteht aus dem Nasen Ring (Bosal), den geschlossenen Zügeln mit Führstrick (die Mecate ca. 6.7-7.2m lang) und dem meist sehr einfachen Kopfstück (z.B. Latigo Hanger). Optional gibt es noch das «Fiador», eine zusätzliche Verschnürung des Kopfstücks, als Sicherheit gedacht mit Kehlstück und Verbindung zum Bosal um ein Abschütteln oder Abstreifen der Zäumung zu verhindern. Bei vielen Ausbildern ist dieses aber verpönt, da das Fiador (span. Riegel) den sog. Release, also das Zurückgehen des Bosal beeinflusst, bzw. hemmt. Wie viele Ausdrücke der alten, kalifornischen Arbeitsreitweise, wurde auch Hackamore vom spanischen Wort Jaquima (spr. Chakima = Halfter/Zaum) abgeleitet. Die Einflüsse der Spanier an der amerikanischen Westküste angrenzend zu Mexiko sind ebenfalls an Bekleidung und den flachen Hüten zu erkennen.

 

Von Peter Markwalder
Trainer SVPS/SWRA-B

 

 

Foto: Andrea Fischer
Foto: Andrea Fischer

Sport

Ein neuer Pferdesport beigeistert! Traditionelle, südeuropäische Arbeitsreitweisen oder kurz: Working Equitation

 

Die ursprünglich aus dem Süden Europas (Spanien, Portugal, Italien und Frankreich) stammenden, fast in Vergessenheit geratenen traditionellen Arbeitsreitweisen waren die Grundlage für die Entstehung der Working Equitation. Die berittene Arbeit mit den Rindern wird in Südeuropa seit Jahrhunderten praktiziert. Mit dem Kolonialismus kamen diese Arbeitsreitweisen nach Nord- und Südamerika sowie nach Australien, später in der Geschichte entwickelte sich daraus der Westernreitsport.

Obwohl in einigen Ländern verhältnismässig noch in den Kinderschuhen, wächst das Interesse an Working Equitation. Die Dachorganisation World Association for Working Equitation (WAWE) hat ihren Sitz in Portugal. Weltweit wurden in den vergangenen Jahren Landesverbände gegründet, so auch in der Schweiz. ARSETS, Verein Arbeitsreitweise Schweiz, ist zuständig für Reglemente, Turniere und Weiterbildung der Working Equitation auf nationaler Ebene. In diesem Jahr werden schweizweit fünf Turniere angeboten, dazu eine Reihe von Kursen. Das erste Mal in der Geschichte dieser jungen Disziplin wurde ein Schweizer Working Equitation Kader gebildet. Bento Castelhano, ehemaliges Mitglied des portugiesischen Nationalkaders, konnte als Nationaltrainer gewonnen werden. Der erste grosse Einsatz steht kurz bevor: Vom 5. bis 8. Mai findet anlässlich der Pferd International in München, die European Working Equitation Championship 2016 statt. 

 

von Andrea Fischer



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