Das sind einige Themen im April WESTERNER

Foto: Eclectic Horseman
Foto: Eclectic Horseman

Vorschau

Interview mit Paul Dietz 

 

«Good Horsemanship» an der BEA/PFERD 

  

 

Paul Dietz, langjähriger Schüler von Ray Hunt und Buck Brannaman, zeigt vom 26. bis 28. April 2019 wie er mit Menschen und Pferden arbeitet. 

 

Die BEA Pferd wartet auch in diesem Jahr mit einem interessanten Programm auf.

Mit dem Westernday und den Präsentationen von Horseman Paul Dietz, kommen Western-Fans an den ersten drei Tagen voll auf ihre Kosten. WESTERNER wollte wissen, was zu erwarten ist.  

 

Paul Dietz, was zeigst du uns an der BEA?

Das weiss ich noch nicht. 

 

Wie? Gibt es keinen Plan, kein Programm?

Doch, ich weiss wann ich wo sein werde und was geplant wäre. Aber ich weiss nicht, ob mein Plan zu dem passt, was mein Pferd dann benötigt. Ich hole das Pferd da ab, wo es in seinem Ausbildungsstand und in seiner mentalen Verfassung gerade ist. 

 

Okay, dann so: Was wäre der Plan?

Ich zeige mit einem Jungpferd, das bisher etwa 50 Ritte hatte, Bodenarbeit die aufs Reiten hinführt, Basisarbeit unter dem Sattel und im Alltag, wie z.B. das Verladen. Wir sprechen darüber, wie die Ausbildung weitergeht. Und wir reiten am Rind, wo die ganzen Manöver einen Sinn bekommen und sich die Lücken zeigen. 

  

 

Sibylle Kloser

Foto: z.V.g.
Foto: z.V.g.

Training

Blick hinter die Kulissen

 

Freiberger Western Show Team:

Aus Spass an der Freude 

 

Warum reitet man in einem Show Team, welche Ziele haben wir, was stellen wir für Anforderungen, wer kann bei uns mitmachen, wie wird trainiert und wie entsteht ein Auftritt?

 

Beginnen wir ganz vorne – ohne Pferde und Menschen gibt es kein Team. Also wer darf oder kann bei uns mitmachen? Es gibt dazu eigentlich nur eine Einschränkung und die ergibt sich bereits aus dem Namen: Das Pferd muss ein Freiberger sein. Ob Mensch und Pferd ins Team passen, stellt sich im Laufe der Trainings heraus. Genauso wichtig wie die Pferd-Reiter-Paare sind unsere «pferdelosen» Mitglieder. Damit alles klappt braucht es vor und hinter den Kulissen viele helfende Hände, damit das Material bereit steht, die Pferde betreut sind und die Musik rechtzeitig läuft. 

 

Warum ein Show Team? 

Aus Spass an der Freude! Wir sind alle begeisterte Freiberger-Fans und haben Spass daran, mit unseren Pferden auch mal etwas Neues zu erarbeiten. Unsere Pferde spielen gerne mit und haben Freude an ungewöhnlichen Aufgaben. Niemand wird gezwungen, bei uns ist alles freiwillig. Wenn ein Pferd-Reiter-Paar etwas nicht machen möchte, müssen sie nicht. Meistens ist es jedoch andersrum, am liebsten würden alle Paare alles machen.

 

 

Franziska Stampfli

 

Foto: Andrea Wiedmer
Foto: Andrea Wiedmer

Erfahrungen

«Mentorship» und
Working Student

 

Meine Zeit auf der Falling Star Ranch in Kanada 

 

In einem Preisausschreiben in der WESTERNER Februar Ausgabe 2018, habe ich eine Woche «Mentorship» auf der Falling Star Ranch – Academy of Foundational Horsemanship – in Dunster, Britisch Kolumbien gewonnen. Nach einigen Abklärungen habe ich meinen Gewinn im Juli 2018 eingelöst und anschliessend noch drei Monate als Working Student auf der Ranch gearbeitet.

 

Besitzer der Falling Star Ranch sind Birgit Stutz und ihr Ehemann Marc Lavigne. Die gebürtige Schweizerin ist eine «Irwin Insights Level 4 Master Certified» Pferdeausbildnerin und Reitlehrerin und arbeitet Vollzeit auf der Ranch. Sie wird unterstützt von Kyra Tyerman, welche im Januar 2018 aus Saskatchewan als Working Student auf die Ranch kam. Kyra wurde im August 2018 zum «Irwin Insights Level 1 Master Certified Trainer» ausgezeichnet und arbeitet nun als Assistenz-trainerin auf der Ranch. Je nach Saison und Arbeitsintensität ist zusätzlich eine Stelle für ein Working Student vorgesehen.

Nebst zwei Hunden und sieben Katzen sind vierzehn eigene Pferde, Pensionspferde sowie bis zu sechs Berittpferde auf der Ranch zu Hause. Die Falling Star Ranch hat nichts mit einem Turnierreiter- oder Touristen-Ausreitstall zu tun; alles ist einfach und zweckmässig nach dem klassischen Farmleben eingerichtet.

 

Andrea Wiedmer 

 

 

Foto: z.V.g.
Foto: z.V.g.

Ausbildung

Ausbildungsskala im Westernreiten – Teil 2

 

Mentale und körperliche Losgelassenheit

 

Die Zucht und die körperlichen Voraussetzungen der Pferde, mit ihrer funktionellen Anatomie möglichst rasch durch entsprechendes Training in der jeweiligen Sportart voranzukommen, hat sich in den letzten Jahren massiv gesteigert. Viele Pferde bieten Lektionen oder Manöver wie einen Stopp oder schwungvollen Trab bereits in hohem Masse von sich aus an – dabei geht vergessen, dass die muskulären und koordinativen Voraussetzungen unter dem Reiter entsprechend zu erarbeiten sind. 

 

Die Ausbildungsskala bildet sowohl die Schulung eines Reitpferdes über sein ganzes Leben hinweg, als auch in jeder einzelnen Lektion ab: Gewöhnungsphase, Entwicklung der Schwungkraft und der Tragkraft. In jeder Lektion gibt es während der Gewöhnungsphase eine Lösephase, bei welcher der Reiter auf das Pferd eingeht, seinen Takt übernimmt, es in die mentale und körperliche Losgelassenheit führt und die Dehnungsbereitschaft an die Hand erreicht. Diese Ziele sind Voraussetzungen zur Erarbeitung des positiven Spannungsbogens. Erst wenn das erreicht ist, kann der Reiter beginnen dem Pferd den Takt vorzugeben.

 

Simone Reiss

 



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