Foto: Terri Cage
Foto: Terri Cage


Das sind einige Themen im Oktober WESTERNER

Foto: Stefan Ostialdal
Foto: Stefan Ostialdal

Neue Serie

Starting Colts
Basisitraining von Jungpferden

 

Siebter und letzter Teil 
Galopparbeit und
Allgemeines

 

 

Nun sitzen wir schon einige Wochen im Sattel des jungen Pferdes und bisher habe ich die Galopparbeit nicht angesprochen. Der Grund liegt in der individuellen Herangehensweise.

 

Wann ein Pferd erstmals oder intensiver Galoppiert werden kann/soll, hängt von dem jeweiligen Tier ab. Ich hatte Pferde, die ich bereits beim fünften Mal galoppiert habe. Bei anderen wartete ich mehrere Wochen oder sogar Monate. Es gibt hierzu auch extrem unterschiedliche Meinungen. Ich würde jedoch nie pauschal eine bestimmte Empfehlung aussprechen, weil ich einfach schon zu viele unterschiedliche Pferde hatte. 

 

Es gibt Pferde, welche von Natur aus gute Loper sind und denen diese Bewegung leicht fällt. Andere könnten eher eine grosse Karriere im Trabsport machen und haben sichtlich Probleme mit der Gangart. Natürlich wünscht man sich ersteres. Ein weiterer Faktor sind die Möglichkeiten die einem zur Verfügung stehen. Als junger Trainer hatte ich mal einen 25 m Roundpen mit tiefem Sand. Hier war es deutlich leichter junge Pferde erstmals zu galoppieren. Man musste kaum lenken und der tiefe Sand kostete Kraft. Anfangs schnelle Pferde wurden bald langsam.  

 

Unabhängig von den Gegebenheiten, gibt es jedoch heute ein paar Dinge die ich beachte bevor ich ein Pferd erstmals galoppiere. Eines davon ist die mentale Zufriedenheit im Trab. Bevor ich ein Pferd erstmals galoppiere, sollte es in der Lage sein zufrieden zu traben und einer Aufforderung zur Trabverstärkung nachkommen. Wenn das Pferd bereits bei langsamem Trab widerspenstig reagiert und Schenkeldruck als etwas Unangenehmes empfindet, wird es vermutlich im Galopp Widerstand bringen. Das kann im Buckeln oder nur in einer «hohen Kruppe» enden. Beides nicht optimal wenn man nicht vorbereitet ist. Und auch das scheinbar brave Pferd kann plötzlich im Galopp erwachen und den Reiter vor Probleme stellen.

 

 

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Stefan Ostiadal

Nina Zinsli & TR Reinman Foto: Tom Hautmann
Nina Zinsli & TR Reinman Foto: Tom Hautmann

Sport

SM Reining

Matzendorf Reining Masters 2021

 

Während fünf Tagen wurde im solothurnischen Thal «gespinnt», gezirkelt und gestoppt. Im Rahmen der Matzendorf Reining Masters fand auch die SVPS Schweizermeisterschaft in der Königsdisziplin des Westernreitens statt. Abräumer in allen drei Kategorien waren dieses Jahr die Ladies.

 

Einmal im Jahr verschmelzen die Reitsportanlagen Sport and Horses und Matzendorfer Riding Sport Arena von zwei Trainingsbetrieben zu einem grossen Turniergelände. Es war bereites die elfte Ausgabe des prestigeträchtigen Anlasses. Zu gewinnen gab es so einiges. Neben gesamt über zwanzigtausend US-Dollar Preisgeld, ging es am Samstagnachmittag vor allen Dingen um Titel und Ehre. Fünfundvierzig Pferdreiterpaare verteilt auf die Kategorien Open, Non Pro und Youth traten gegeneinander an. Dreissig Amateure ritten am Tag zuvor im Ausscheidungslauf um den Finaleinzug, siebzehn von ihnen qualifizierten sich.

 

Der Grossanlass startete bereits am Mittwochnachmittag und nahm Tag für Tag an Fahrt auf. Die Open Snafflebit/Hackamore Reining 5 & under am Donnerstag entschied Fabien Boiron aus Frankreich mit Maq Spook im Besitz von Arnoud Peroux mit einem Score von 72 ½ für sich. Das Ergebnis der Prime Time Open und Non Pro vom Freitag ist identisch. Andrea Hofmann mit SB Special Nite gewann beide Prüfungen vor Beat Wenger und Tangy Little Step. In der Limited Open siegte Daniel Schmutz mit Wimpys Step Gun mit einem Score von 215. Für die Intermediante Open Wertung reichte es dann nicht bis nach ganz oben, das Paar wurde von Clémence Neveux (Frankreich) und Frankiegoestoholywod um zwei Punkte getoppt. Bei den Limited Non Pros gewann, ebenfalls aus Frankreich, Lou Covarel mit Big Chex Olena und einem Score von 214 ½ , gefolgt von Marisa Speidel, die SL Customized Grace und Gumps All Mighty BB auf den zweiten Rang ritt. Die Intermediate Non Pro hingegen dominierte Schwester Adrienne Speidel. Sie zeigte einen kleinen Vorgeschmack auf den Samstag. Mit ARC Walla Smart gewann sie die Prüfung und mit Elta Soldier Whiz belegte sie den zweiten Rang, punktegleich mit Nina Zinsli und TR Reinman.

 

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Andrea Fischer

Morey Fisk Foto: Karin Rohrer
Morey Fisk Foto: Karin Rohrer

Porträt

Morey Fisk

Trainer mit Leib

und Seele

 

Morey Fisk ist kein unbekannter Name im Spitzen-Reiningsport. Neben zahlreichen Siegen in NRHA und AQHA Klassen gehören Titel wie AQHA European Open Champion, IRHA Maturity Open Champion oder NRHA Open World Champion zu seinen ganz grossen Erfolgen.

 

Der Trainer mit kanadischen Wurzeln ist seit 20 Jahren in Europa und eine grosse Bereicherung für die Schweizer Reining-Szene. WESTERNER hat den Trainer auf der Arura-Anlage von Andreas und Nadja Hofmann im bernischen Walliswil-Bipp besucht. Mit seiner ruhigen und besonnen Art beeindruckt Morey Fisk beim Gespräch. Er ist bodenständig, überlegt und liebt was er macht und ist mit ganzem Herzen dabei. Spricht er über Pferde, kommt seine grosse Faszination zu Tage und man spürt seine Leidenschaft. Sein Erfolgsrezept heisst «Simpel zu sein und simpel zu bleiben». Nach wie vor geniesst er es täglich im Sattel zu sitzen. Er kann sich keinen schöneren Ort auf der Welt vorstellen. Und das war schon von klein auf so.

 

Immer ein Rope in der Hand

Der 1974 geborene Morey Fisk wuchs in Moosomin Saskatchewan auf der elterlichen Pferderanch auf, zusammen mit zwei Brüdern. «Wir hatten immer um die 100 bis 120 Pferde auf der Ranch, die meisten davon Quarterhorses und Painthorses. Wir hatten jeden Tag das Rope in der Hand und sassen auf den Pferden. Meine Mam fuhr immer mit uns auf die Western-Turniere. Wir waren manchmal fünf oder sechs Wochen unterwegs und zwischendurch gar nie zu Hause. Mein allererstes Showpferd war eine Welsh-Araber-Mix Stute, welche meine Mam ausgebildet hatte. Diese Stute wiederum hat mir viel beigebracht und sie war ein richtiges Gold-Pferd, eine top Lehrmeisterin. Wir haben damals alles mitgemacht, von Showmanship über Pleasure und Springen bis Barrel Race», erinnert sich Morey Fisk, dessen jüngerer Bruder Brendan noch heute im Rodeobereich tätig ist und ein Flair für Bullriding und Team Roping hat.

 

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Karin Rohrer



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