Das sind einige Themen im März WESTERNER

Foto: Familie Reiss
Foto: Familie Reiss

Western People

Eine Ranch in Kanada war immer mein Traum


HP Reiss – seit über dreissig Jahren leidenschaftlicher Züchter von American Quarter Horses.

 

Elif Schleiniger, die ich im November besuchen durfte, schickte mich für das nächste Interview auf den Egghof im schönen Zürcher Oberland. 

Seit über dreissig Jahren züchten die beiden nun Quarter Horses. Was mit acht Stuten und einem Hengst auf dem Egghof begann, wuchs zu einem beachtlichen Betrieb in Ungarn, mit zeitweise über sechzig Pferden heran. Reiss Quarter Horses gehört inzwischen zu den grössten Quarter Horse Zuchtbetrieben Europas. Als Zuchtziel definiert HP Reiss ein gesundes, allroundtaugliches Quarter Horse mit Schwerpunkt Reining. Letzter Erfolg: Der Titel 2016 AQHA High Point Reining Champion All-Age Level 1 Open mit der Stute But Remember Me (ARC Suprisinliy Smart x Miss Okie Sailing by Okleos Sail Win) unter Emanuel Ernst. Von HP wollte ich nun aber genau wissen, wie damals alles begann.

 

Wie bist du zu den Pferden gekommen? 

Eigentlich war meine Mutter die Pferdebegeisterte in der Familie. Mein Urgrossvater mütterlicherseits war sogar noch Postkutschenfahrer von Zürich nach Wil im Kanton Thurgau. Damals, nach dem Krieg Anfang bis Mitte der Fünfzigerjahre, hatten wir noch Kühe, ein Pferd lag leider nicht drin, da Mutter immer die schönsten Kühe kaufen wollte. Ich durfte aber einem benachbarten Bauer jeweils helfen, wenn er mit Pferd und Wagen den Mist ausfuhr. Ich konnte auf dem Pferd reitend mit aufs Feld fahren. Dafür musste ich nachher das Pferd am Wagen führen und alle fünf Meter anhalten, damit er den Mist Abladen und Verteilen konnte. 

 

von Andrea Fischer

Foto: CS Ranch / Bonaga
Foto: CS Ranch / Bonaga

Sport

Vorschau auf das Turniergeschehen im Inland

Das werden die Highlights des Schweizer Westernreitsports in diesem Jahr

 

Die Turniersaison steht schon wieder vor der Tür; Anfang März findet mit der «3 nation Show» in Mooslargue bereits das erste NRHA-Turnier statt. Neben den regionalen Turnieren stehen schon einige Saisonhöhepunkte in der Agenda, darunter auch neue Events. 

 

Die NRHA steht in Sachen hochdotierter Turniere an erster Stelle. Einmal mehr finden im Rahmen der CS Classic zwei erstklassige FEI Events statt: Die SVAG FEI European Reining Championships und die SVAG FEI World Reining Championships Young & Junior Riders. Vom 9.- bis 12. August stehen die Tore der CS Ranch in Givrins wieder offen und laden Pferdebegeisterte aus ganz Europa und der Schweiz  zu hochkarätigem Reiningsport ein. Informationen findet man unter www.cs-classic.com.

 

Vom 2. – 8. August, eine Woche vor der CS Classic, werden die Swiss Reining Championships (SM Reining) neu in Givrins ausgetragen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass ein neuer Event Einzug ins Schweizer Turniergeschehen fand: Die NRHA Matzendorfer Reining Masters werden vom 13. bis 17. September ausgetragen. Der Event wartet mit einem added Money von $ 25 000 auf und nebst den Reining-Prüfungen werden am Sonntag ein $ 1 500 added Open Trail, sowie ein $ 500 added Open Ranch Horse angeboten – eine interessante Kombination! 

 

von Andrea Fischer

Foto: Bettina Heilmann
Foto: Bettina Heilmann

Ausbildung

Fast wie Ferien: Gemeinsam lernen und Spass dabei haben?
Dann ist das AQHA Horsemanship Camp in Frauenfeld genau der richtige Event

 

Ferien mit dem Pferd und dazu noch viel lernen und jede Menge Spass mit Gleichgesinnten haben? Das gibt es nur im AQHA Horsemanship Camp. Nachdem das Camp in den letzten zwei Jahren pausierte, wird es 2017 wieder durchgeführt. Dieser viertägige Westernreitkurs bietet den Teilnehmenden ein vielseitiges und einzigartiges Programm. Eine einmalige Gelegenheit für einen Tapetenwechsel mit samt Pferd in den Sommerferien.

 

Eine geballte Ladung an Wissen und Informationen

Amerikanische Instruktoren-Teams und Trainer von der Oklahoma State University vermitteln ihr Wissen rund um das Reiten und das Handling der Pferde indem sie sich einfallsreiche Aufgaben ausdenken. Dabei wird am Sitz des Reiters gefeilt, aber auch an der Gymnastizierung der Pferde gearbeitet. Auch Übungen am Boden werden trainiert und natürlich gehören Lektionen zum Thema «Wissen über unseren Partner Pferd» dazu. Inhaltlich werden die Disziplinen Basic Horsemanship, Western Pleasure, Ranch Horse Versatility Horsemanship, Reining und Trail vertieft. Und das Wichtigste: Das gemütliche Beisammensein wird ganz sicher nicht zu kurz kommen. Vier intensive Tage kitten zusammen …

 

An wen richtet sich das AQHA Horsemanship Camp 

Das AQHA Horsemanship Camp richtet sich an Jugendliche, Freizeitreiter und Turniereinsteiger jeden Alters. Aber auch Trainer haben in den vergangenen Jahren immer wieder teilgenommen und vom Wissen der AQHA Instruktoren profitiert. 

 

Foto: Donna Ackerman
Foto: Donna Ackerman

Zucht/Genetik

Die Farbvererbung
beim Pferd:
 

Buckskin, Palomino, Roan und Co. – wie kommt ein Pferd zu seiner Fellfarbe?

 

Ein gutes Pferd hat keine Farbe, und doch achten viele Pferdeliebhaber gerade auf die Farbgebung. Sie ist bei der Auswahl eines Pferdes oft stark mitentscheidend, weil sie am deutlichsten ins Auge sticht. Obwohl die Farbe mit der Leistung eines Pferdes nichts zu tun hat, wählen viele beim Kauf das farblich interessantere Tier.

Gerade der Züchter achtet neben der Leistungsvererbung auch auf die Farbe, da er interessante Farbgebungen auf dem Markt besser absetzen kann. So unterliegen die Wunschvorstellungen der Reiter auch bestimmten Modeerscheinungen. Beliebt sind aber immer Farben, die relativ selten vorkommen, weil sie etwas Besonderes darstellen. So stehen bei den Quarter Horses Buckskins (Falben) hoch im Kurs. Der Züchter kann die Chancen, die Wunschfarbe herauszuzüchten, durch die Auswahl der richtigen Elterntiere beeinflussen, wenn er sich in der Farbvererbungslehre auskennt.

Die Information zur Vererbung der Farbe wird – wie jede andere Eigenschaft auch – durch Gene übertragen. Jedes Hauspferd besitzt 32 Chromosomenpaare, also 64 Chromosomen. Die Hälfte davon gibt jedes Elterntier an das Fohlen weiter, so dass das Fohlen wieder zu den üblichen 64 Chromosomen kommt. Ein Chromosom ist mit etlichen (man vermutet einige Tausend) Genen belegt, die zahlreiche Erbinformationen an das Fohlen weitergeben. 

 

von Renate Ettl

 



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