Das sind einige Themen im Juli WESTERNER

Foto: Familie Dorrance
Foto: Familie Dorrance

In Memory of

Zum 20. Todestag von
Bill Dorrance

 

Von einem Freund zum nächsten 

  

Im Juli vor 20 Jahren starb Bill Dorrance. Er mag etwas weniger berühmt sein als sein Bruder Tom – sein Einfluss auf die Entwicklung des Begriffes «Horsemanship» ist jedoch nicht weniger gross. Bill war nicht nur ein aussergewöhnlicher Horseman; seine Leidenschaften waren auch das Ropen und Flechten. Ob mit Pferden, Rindern oder Rohhaut – Bill Dorrance hat unzählige inspiriert und gelehrt. Text: Sibylle Kloser / Bilder: aus dem Archiv von Steve Dorrance

 

Ray Hunt, Tom und Bill Dorrance werden oft in einem Atemzug genannt – viele sprechen von Ihnen auch als die «Trinity (Dreifaltigkeit) of Horsemen».  Alle drei suchten einen anderen Weg, mit Pferden zu arbeiten, als es die Tradition kannte. Sie wollten Pferde nicht gefügig machen, sondern zu Partnern. «Feel, Timing and Balance» betonten alle drei stets als die Grundpfeiler ihrer Arbeit: Fühlen, was passiert, zur richtigen Zeit einwirken und dem Pferd nicht in die Quere kommen. Daran arbeiteten sie ihr Leben lang – und alle drei gaben ihr Wissen weiter an jene, die es wollten. Der Begriff Horsemanship war geboren. Längst deckt sich heute nicht alles, was so heisst, mit ihren Ideen. Doch ihre Ideen haben zweifelsohne die Pferdewelt verändert.

 

  

 

Sybille Kloser

Foto: Andrea Gerber
Foto: Andrea Gerber

Portrait

Verein FM Western

 

Voll und ganz dem Freiberger verschrieben

 

Das Projekt FM-Western begann schon mehrere Jahre vor der eigentlichen Vereinsgründung. Denn schon früher gab es Westernturniere für Freibergerpferde und es wurden an verschiedenen Turnieren Spezialklassen für Freibergerpferde durchgeführt. Die grossen Turnierteilnehmer-Zahlen zeugten vom Bedürfnis nach einem Verein FM-Western und so wurde dieser im Februar 2004 gegründet.

 

Die Gründungsmitglieder waren Bätzi Grossenbacher, Sandra Burkhard, Felix Stampfli, Andrea Rüetschli, Anita Kriesche, Uschi Jau, Judith Wittwer und Urs Sahli. Felix Stampfli amtete als Tagespräsident und zur ersten Präsidentin gewählt wurde Bätzi Grossenbacher. Zweck des neuen Vereins und auch Hauptgrund für die Vereinsgründung war das grosse Bedürfnis aller Anwesenden, das Freibergerpferd besonders im Bereich des Westernsportes zu fördern und damit sein Ansehen zu verbessern. FM-Western ist ausserordentliches Mitglied beim Schweizerischen Freibergerverband (SFV) und hat entsprechend das statutarisch vorgesehene Stimmrecht an dessen Delegiertenversammlung und kann wie die ordentlichen Mitglieder Anträge an die verschiedenen Gremien des SFV stellen. Letzteres wurde beispielsweise für den Herdebucheintrag gemacht, der nun auch ohne Feldtest und über FM-Western Prüfungen möglich ist. 

 

 

Karin Rohrer

 

Foto: Z.V.g
Foto: Z.V.g

Storys

Woodie, das intelligente Ausnahmetalent

 

Vom kleinen, schwarz-weissen Kalb zum «Social Media-Star»

 

Ochse Woodie und Sina Göppel sind die Stars in den sozialen Medien. Woodie lässt sich reiten, kann Kutschen oder Baumstämme ziehen, zeigt zirzensische Lektionen und vieles mehr. Auf den Ochsen gekommen ist die 26-jährige Frau durch eine Wette, welche dem damals kleinen schwarzweissen Kalb das Leben rettete.

 

2012 traf Sina Göppel auf Woodie: «Damals hatte ich einen Freund, dessen Vater einen Milchviehbetrieb bewirtschaftet. Dort wurde mein Woodie am 20. Juni als 40 kg Winzling einer Holstein Kuh und eines Fleckvieh Bullen geboren». Recht bald kam der Kleine in ein Kälberiglu. «Zu dieser Zeit habe ich dort gerne auf dem Betrieb mitgeholfen und somit den Kleinen jeden Tag gesehen. Er war von Beginn an neugieriger und zutraulicher als die übrigen Kälber. Natürlich gab es dann und wann auch Streicheleinheiten von mir. Am vierten Tag liess ich ihn heraus und spielte ein wenig mit ihm. Er war sehr lieb und blieb immer in meiner Nähe». Ein Name musste her: «Ich überlegte mir einen Namen, zugegeben nicht den Besten, aber wer hätte denn damals gedacht, dass er mich tatsächlich so lange begleiten würde?».

 

 

 

Tamara Wülser

 

 

Foto: Shutterstock 524878591
Foto: Shutterstock 524878591

Gesundheit

Aufgabe und Funktion der Eckstreben beim Pferdehuf

 

Das Geheimnis der Eckstreben

 

 

Oftmals werden wir angefragt, welche Aufgaben und Funktionen die Eckstrebe bei einem Huf hat und ob diese eingekürzt werden sollen oder nicht. Das Thema Eckstrebe und deren Bearbeitung führt zu sehr kontrovers geführten Diskussionen – hier in Europa sowie auch in den angelsächsischen Ländern. Die Meinungen gehen sehr auseinander. Aus diesem Grund möchten wir genauer auf die Problematik eingehen.

 

Welches sind die Aufgaben der Eckstrebe?

Die Eckstrebe ist der verlängerte Tragerand. Sie führt vom äusseren Tragrand aus um das Trachtenende herum, dem Strahl entlang und endet nach ca. zweidrittel der Länge des Strahls. 

 

Sie ist somit die Weiterführung des Tragrandes in den Huf hinein. Demzufolge besteht sie aus dem genau gleichen und extrem harten Material wie der Tragerand selbst. 

 

Die Eckstrebe hat die Aufgabe, die Trachtenenden des Hufes, welche sehr flexibel sind, zu unterstützen. Sie ist mit dafür verantwortlich, dass der Huf sich nicht verengt und hat somit eine wichtige Stützfunktion im Trachtenbereich.

 

Die Eckstreben wachsen – in der genau gleichen Geschwindigkeit wie die Tragwände – fortlaufend dem Erdboden zu.  Am Tage X werden sie jedoch Kontakt mit dem Boden herstellen.

 

 

Ruedi Bönzli
Barhuf Team

 



Ausgabe verpasst? Kein Problem, einfach in unserem Shop bestellen


WESTERNER Shop – Bücher, CDs und DVD's