Foto: Adobe Stock by Terri Cage
Foto: Adobe Stock by Terri Cage


Das sind einige Themen im Juni WESTERNER

Foto: Sibylle Kloser
Foto: Sibylle Kloser

Interview

The Buck Channel

Buck Brannaman lanciert neue Lern-Plattform

 

Seit vielen Jahren gilt er als einer der grössten Horsemen: Buck Brannaman, Ausnahmetalent und Inspiration zum Buch und Film «The Horse Whistperer». Er bereist seit über drei Jahrzehnten die USA, um sein Wissen weiterzugeben. Online gab es bisher kaum Material von ihm. Nun beschreitet er mit dem «Buck-Channel» neue Wege, sein Wissen zu vermitteln. WESTERNER hat ihn in Arizona zum Gespräch getroffen.

 

Buck Brannaman, in den letzten zwei Jahren gab es kaum Kurse, jetzt sind Sie wieder «on the road». Wie ist es?

Grossartig! Ich bin froh, dass wieder Normalität einkehrt.

Sie waren nicht untätig, es gibt ein neues Online-Angebot. Wie kam es dazu?

Nun, Corona hat, wie bei vielen das Leben, das ich bisher kannte, verändert. 2020 war es einfach mal ein Jahr Auszeit, fast ohne Kurse, im letzten Jahr kam der Gedanke: Was, wenn es nie wieder so wird wie früher? Was ist mit all den Menschen, die seit Jahren von mir lernen und das weiter tun wollen? Und was ist wenn ich nicht mehr in der Lage bin sie zu unterrichten?

 

Inwiefern?

Ich habe realisiert, dass ich nicht jünger werde. Unterrichten kann ich noch lange … aber die tausenden Meilen hinter dem Steuer jedes Jahr, die setzen mir mehr und mehr zu. Ich werde das nicht ewig machen können. Ich dachte darüber nach, wie froh ich wäre, mehr Material von Ray Hunt zu haben. Er hat uns so wenig hinterlassen und ich möchte nicht denselben Fehler machen.

 

Sie galten stets als einer, der den neuen Technologien, auch Social Media, kritisch gegenübersteht …

Ja, ich habe mich selbst stolz als Technologie-Dinosaurier bezeichnet … (lacht), aber ich habe nachgedacht: Was wird von mir zurückbleiben, wenn ich nicht mehr bin? Ich wünsche mir dass das, was ich an Wert vermitteln kann, nicht einfach verschwindet.

 

Wie funktioniert der Buck Channel?

Nun, mit einer Mitgliedschaft hat man Zugang zu 50 verschiedenen Kurzvideos in 12 Kategorien. Angebot, Themen und Inhalte werden monatlich ändern. Die Idee ist, dass man schnell eine Antwort zu einer spezifischen Frage bekommt oder zu einem Problem, welches man gerade hat. Dann kann man das Telefon nehmen, Input holen und gleich weiter arbeiten ohne ein zweistündiges Video zu schauen, von dem Sie wissen, dass das Thema irgendwo vorkommt – oder dass Sie sechs Monate warten müssen mit einer Frage, die Sie gerade jetzt haben.

 

… 

Sibylle Kloser im

Interview mit Buck Brannaman

Foto: Tom Oesch
Foto: Tom Oesch

Porträt

Oberlins und ihr Beardie

Ein Pferd und zwei Schwestern

 

Der 2009 geborene Quarterhorse-Wallach hat das grosse Los gezogen. Von seinen zwei Besitzerinnen Tanja und Jeaninne Oberlin wird er mit Liebe überschüttet, lebt artgerecht in einer Herde und geniesst einen abwechslungsreichen Pferde-Alltag. Er gibt jedoch auch viel zurück, ist auf Western-Turnieren ein absolutes Verlasspferd und gibt täglich sein Bestes.

 

Beardie wird der hübsche Wallach genannt, welcher durch die Schwestern Oberlin abwechslungsweise in verschiedenen Disziplinen geshowt wird und dort seine vielseitige Begabung unter Beweis stellen kann. «Als Fohlen hatte er einen kleinen Bart und deshalb hat ihn seine Züchterin Beardie genannt, was so beibehalten wurde und mittlerweile kennt man ihn auch auf dem Turnierplatz unter diesem Spitznamen», schmunzelt Jeaninne Oberlin. Der Wallach stammt aus der Zucht von Madeleine Flury (Spanish Angel Farm) und kommt eigentlich aus einer Reining/Cutting Linie. «Aber das hält ihn nicht davon ab, auch in den englischen Klassen oder in einer Pleasure erfolgreich zu sein», betont Tanja Oberlin. Die Schwestern hatten sich vor gut 10 Jahren dazu entschlossen, sich gemeinsam ein Quarterhorse anzuschaffen und schrieben Madeleine Flury an, ob sie mal unverbindlich ihre Pferde anschauen dürften. Die zwei vorgestellten Verkaufspferde stiessen bei den jungen Frauen jedoch nicht auf Anklang und so kam der Dritte im Bunde zum Zuge. Andys Snapper stand zu diesem Zeitpunkt auf dem Betrieb von Daniel Schmutz in Langendorf.

 

Liebe auf den ersten Blick

Schon beim Proberitt stand für Jeaninne und Tanja fest, der ist es und sie zeigten sich von seinem süssen Blick, aber auch dem faszinierenden Gangbild beeindruckt, fühlten sich sofort «zu Hause». Madeleine Flury begutachtete noch den künftigen Stall von Beardie in Thunstetten, danach stand dem Pferdekauf nichts mehr im Wege und das braune Quarterhorse zog im Juni 2012 um: «Für uns ist es ein Privileg, dass wir bei Madeleine Flury die Eltern von Beardie reiten durften und dies auch heute noch. Zuchtstute Cinnamon Snap Bar und Zuchthengst Ima Special Andy leben beide auf ihrem Hof und auch Halbgeschwister von unserem Beardie sind dort. Wer kann schon die Eltern seines Pferdes reiten und dann vergleichen, Charaktereigenschaften zuordnen. Wir finden das sehr spannend und wir haben unendlich viel von Madeleine Flury und ihren Pferden gelernt und profitiert. Sie hat uns so viel beigebracht und ermöglicht», betonen die Beiden einhellig

 

… 

Karin Rohrer

Foto: Gaby Oesch
Foto: Gaby Oesch

Tipps

Zu Verkaufen hübscher …

Wie verkaufe ich erfolgreich mein Pferd

 

Wenn der Pferdehandel thematisiert wird, dann meistens aus der Sicht des Käufers. Worauf man achten sollte, damit man sich am Ende keine Sorgen einhandelt und wie es aus rechtlicher Perspektive ausschaut. Aber wie verkauft man eigentlich erfolgreich sein eigenes Pferd?

 

Zu verkaufen, bildschöner Vollblutwallach, Rappe, 5-jährig, Stockmass 1.65 m, ganz lieb und super zum Reiten. VP: Fr. 5000.–. So oder ähnlich sehen Kleininserate in der Tierwelt unter der Rubrik Pferde und Ponys aus und das schon seit Jahrzehnten. Schon als kleines Mädchen faszinierten mich diese Anzeigen, man könnte schon fast sagen sie hatten eine magische Anziehungskraft. Obschon nur wenige Informationen preisgegeben wurden, regte es meine Fantasie an und ich sah mich schon mit diesem Rappen über die Wiesen galoppieren. Offenbar haben sie nicht nur auf mich diese Wirkung, sonst gäbe es sie schon längst nicht mehr. Heute läuft der Pferdeverkauf über viele Kanäle. Allen voran die sozialen Medien. Pferdezüchter und -händler haben zudem längst ihre eigenen Websites.

 

Platz vor Preis

Wenn man privat sein Pferd verkaufen möchte, hat man eine Beziehung zu dem Tier aufgebaut und was auch immer die Gründe für einen Verkauf sind, in erster Linie wünscht man ihm einen guten Lebensplatz. Es gibt diverse Onlineportale auf denen man sein Verkaufspferd von der besten Seite präsentieren kann. Die Anregung zu diesem Artikel kam von einer Leserin. Sie fand, dass die Inserate zum Teil furchtbar seien und so gut wie nichts aussagen und ob das nicht mal einen Beitrag wert sei. Eine grossartige Idee, vielen Dank! Hier also einige Tipps.

 

Menschen wollen Fotos sehen

Kleinanzeigen mit wenig Informationen haben deswegen Erfolg, weil sie unsere Fantasie anregen. Hat man den Vorteil sein Pferd fotografisch darzustellen, dann sollte man das auch geschickt nutzen. Einfach ein paar schnelle «Knipser» mit dem Smartphone, ist wenig erfolgsversprechend.

  

… 

Andrea Fischer



Ausgabe verpasst? Kein Problem, einfach in unserem Shop bestellen


WESTERNER Shop – Bücher, CDs und DVD's