Das sind einige Themen im August WESTERNER

Foto: Karin Tillisch
Foto: Karin Tillisch

Training

Reiten ohne Sattel und Zaum Step by Step – Teil 2

 

Vom Sattel über das Reitpad bis zum baren Pferderücken   

 

Trotz der immensen Vielfalt an Sätteln für jeden Geschmack und jede Reitweise, ist die Faszination vom «Reiten ohne alles» ungebrochen. Im zweiten Teil der Step by Step-Anleitung, erklärt uns Karin Tillisch den letzten Schritt zum Abenteuer reiten ohne Sattel und Zaum.

 

Wer sich entschließt sich in sicherem Umfeld von den üblichen Hilfsmitteln wie Sattel und Zaumzeug zu lösen, der erlebt mit seinem Pferd im Laufe des Trainings eine ganz neue Verbundenheit. Auch eignet sich das Reiten ohne Sattel immens, um eigene Fehler in Sachen Hilfengebung und Haltung, die sich durch die oft falsch gewähnte Sicherheit des Sattels eingeschlichen haben, wieder zu korrigieren.

 

Die wesentlich direktere Verbindung ermöglicht zu spüren, wie das Pferd sich wirklich unter dem Reiter bewegt. Feinfühlige und fachkundige Reiter können auf diese Weise auch Probleme des Pferdes in Sachen Gangmechanik und Muskulatur viel besser erspüren. Auch ist das gelegentliche Reiten ohne Sattel eine gute Möglichkeit die eigene Balance zu verbessern und besser zu spüren, ob das Pferd wirklich korrekt über den Rücken läuft und seine tragende Muskulatur durch Nutzung der Bauchmuskeln korrekt aufwölbt.

 

 

 

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Karin Tillisch

Foto: Karin Rohrer
Foto: Karin Rohrer

Portrait

Horsemanship als Lebenseinstellung

 

 

Die Philosophie von Barbara und Walter Emch ist gradlinig und auf vier Standpunkte aufgebaut: Kein Stress, zurück zu den Wurzeln, Horsemanship anwenden und leben, das Pferd fair behandeln. Die beiden betreiben im solothurnischen Lüterkofen die Tatanka Ranch und geben ihre Faszination für Westernreiten und Horsemanship weiter.

 

Walter Emch, aufgewachsen in Deitingen, wurde was die Leidenschaft für Pferde anbelangt, durch seinen Grossvater geprägt. Als die Pferde wegkamen nahm der Junge heimlich Reitstunden auf Ponys. Dann geriet dieses Hobby etwas in den Hintergrund, der gelernte Schuhmacher führte zwanzig Jahre lang ein eigenes Geschäft. Aber schon mit Mitte zwanzig, als er Barbara kennenlernte, entfachte das Feuer neu: «Dafür bin ich seither doppelt, ja dreifach angefressen und könnte mir ein Leben ohne Pferde nicht mehr vorstellen», beteuert der 59-jährige, der etliche Weiterbildungen absolviert hat, zum Beispiel bei SinTakt und in Kursen mit Mike Bridges und Alfonso Aguilar dazulernte. Walter Emch war Gründungsmitglied der SRHA und auch Vorstandsmitglied.

 

Das Lager gewechselt

Barbara war schon als Mädchen überall dort anzutreffen, wo Pferde waren. In Biberist aufgewachsen, erlernte sie den Beruf der Pharmazeutischen Assistentin. Später kam die Ausbildung zur diplomierten Kinesiologin hinzu. «Schon vor knapp dreissig Jahren sagte ich immer: Wenn ich einmal eine Ranch hätte, würde sie Tatanka Ranch heissen.» 

 

Karin Rohrer

 

Foto: Barhufteam
Foto: Barhufteam

Pferdewissen

Müde bis zum Umfallen

Von Schlafentzug, Narkolepsie, Hypersomnie bis REM-Schlafstörungen

 

Bei ihrer täglichen Stallkontrolle sind immer wieder Verletzungen an den Extremitäten oder sogar am Kopf der Tiere festzustellen und sie können sich nicht vorstellen, wie dies passiert sein kann? Diese Verletzungen kommen jedoch nicht nur bei Pferden in Gruppenfreilauf-, sondern auch in Boxenhaltung vor. Aus diesem Grund möchten wir auf ein Problem hinweisen, welches bei Pferdebesitzern fast gänzlich unbekannt ist und welches unter Umständen das Geheimnis lüften kann.

 

Pferde schlafen nicht wie Menschen. Während wir normalerweise sieben oder acht Stunden hintereinander schlafen und in diesem Zeitraum mehrere Schlafzyklen durchlaufen, haben Pferde normalerweise mehrere Schlafphasen und benötigen in 24 Stunden nur drei Stunden Schlaf. Die meisten dieser Schlafphasen finden nachts statt und nicht alle Pferde schlafen gleich. «Landläufig geht die Meinung um, dass Pferde im Stehen schlafen können», sagt die Tierärztin Prof. Monica Aleman von der Davis Large Animal Clinic der Universität von Kalifornien, die den Schlaf von Pferden und deren Schlafstörungen untersucht. «Und es ist wahr, dass die meisten Pferde im Stehen die Art der «langsamen Welle» (SWS-Schlaf) schlafen können. Aber sie müssen sich für den REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) hinlegen. Während des REM-Schlafes verliert das Pferd den gesamten Muskeltonus – also die Spannung innerhalb der Muskulatur – und kollabiert, bricht also plötzlich zusammen – wenn es steht und nicht liegt.» 

 

 

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Teresa Pitman,
Übersetzt von Ruedi Bönzli 



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