Foto: Tom Hautmann / Marisa Speidel und Gumps All Mighty BB
Foto: Tom Hautmann / Marisa Speidel und Gumps All Mighty BB


Das sind einige Themen im Oktober WESTERNER

Foto: Tom Hautmann / Fabien Boiron ARC Walla Smart
Foto: Tom Hautmann / Fabien Boiron ARC Walla Smart

Sport

Reining im Thal

Zwölfte Ausgabe der Matzendorf Reining Masters

 

Ganze fünf Tage dauerten die Matzendorf Reining Masters, zweitgrösster Reining Event auf Schweizer Boden, der sich dieses Jahr bereits zum zwölften Mal wiederholt hat. Geritten wurde um satte 20000 Dollar «added money».

 

Es war wieder so weit im solothurnischen Matzendorf. Etwas früher als sonst trafen sich rund achtzig Pferd-Reiter-Paare auf den Anlagen Sport and Horses und der Matzedorf Riding Sport Arena. Dieses Jahr wurde der Event auf Anfang September gelegt und startete bereits am 31. August mit einer NRHA Full Slate Show und integrierter SVPS Swiss Reining Challenge.

 

Adrienne Speidels Fuchsstute ARC Walla Smart und ihr Wallach Elta Soldier Whiz liefen diesmal beide unter Fabien Boiron. Am Freitag konnte Boiron in der Limited und der Intermediate Open gleich beide Pferde auf den ersten zwei Rängen platzieren. Den 220ger Score mit ARC Walla Smart toppte er am Folgetag und gewann mit 223 und mit vier Punkten Vorsprung auf Arnaud Girinon und Showgirl Shining Gun, die 5 K Open Lawson Trophy. Adrienne Speidel und Wimpysshortstride BB, in der Open mit einer 217.5 auf Rang drei, reichte die Wertung zum Sieg in der Swiss Reining Challenge bei den Open. Das Paar gewann am Freitag zudem die Non Pro Novice Horse Level 2. 

 

Spannend und knapp wurde es in der Non Pro Wertung. Stephanie Blessing und Dance Gotta Gun lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nikolai Stiller und Hollywood Gunrunner. Am Ende belegten beide mit einer 219 den ersten Platz.

 

Marisa Speidel und ihr Pferd Gumps All Mighty BB waren auf der Überholspur. Die beiden gewannen punktgleich mit Andreas Hofmann und SB Special Nite gleich die Limited und die Intermediate Non Pro und am Samstag, mit einem Score von 214 die SVPS Non Pro Swiss Reining Challenge. Bei den Youth siegte Svenja Wolf mit Peppy Smart Sailor in der Swiss Reining Challenge vor Emelie Zopf und Nicola Schölly. 

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Andrea Fischer

Foto: Luxcompany / Fritz Herren Invitation Design
Foto: Luxcompany / Fritz Herren Invitation Design

APHA Sport

Euro Paint 2022

Grösste Paint Show ausserhalb der USA

 

Mit insgesamt 447 Pferd-Reiter-Kombinationen toppte die diesjährige Euro Paint in Kreuth die hohen Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre. 1686 Starts waren es insgesamt, mittendrin bzw. ganz vorne dabei waren die Schweizer Reiterinnen und Reiter..

 

Fritz Herren durfte mit sich und seinem Wallach Invitation Design nach einer Showwoche in Kreuth zufrieden den Heimweg antreten. Im Gepäck zwei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Dazu kommt noch der Amateur All Around Champion in gleich allen fünf Shows und dafür gibt es den von der APHA gesponserten High Point Buckle.

 

A Perfect War Machine überzeugte nicht nur mit ihrer Besitzerin Jennifer Brandes. Die beiden holten Gold im Novice Amateur Trail, dreimal Silber und einmal Bronze. Mit Nikita Romain schaffte es die sechsjährige Stute auf das Silberpodest in der Youth Showmanship at Halter und mit Katharina Sturm auf den 5. Platz in der Green Western Riding.

 

Ewald Feldmann und Genuine Technique spielten ihre Showmanship-Qualitäten voll aus und siegten in der Masters Showmanship 45 & Over. Im Englischsattel ritten die beiden auf den zweiten Rang in der Hunt Seat Equitation. Ben Fisher showte den siebzehnjährigen Wallach in der Open Western Riding und holte Rang 6.

 

Sonja Dürrenmatt und Krymsuns Hot Dream brillierten mit einem 3. Rang in den Masters Western Riding, einem 5. Rang in den Masters Western Horsemanship und weiteren Top-Platzierungen (siehe Box).

 

Anlässlich der diesjährigen Euro Paint wurden die APHA Youth World Games durchgeführt, leider ohne Schweizer Team. Die letzte Schweizerin an den APHA Youth World Games war Cloé Marcotte 2016 im Team United (Österreich, Schweiz und Grossbritannien). 2021 fand der Event virtuell statt. Bei den diesjährigen APHA Youth World Games siegte Team USA vor Deutschland und Frankreich. 

 

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Andrea Fischer

Judith Witter (Foto: Karin Rohrer)
Judith Witter (Foto: Karin Rohrer)

Western People

Judith Wittwer

Für vieles aufgeschlossen und ständig am Lernen

 

Die Präsidentin von FM-Western ist im ganzen Pferdebereich vielseitig interessiert, hat selbst die verschiedensten Ausbildungen absolviert. Es ist schier unglaublich, was die Vereinstrainerin und Reiterin alles unter einen (Western)-Hut bringt.

 

Judith Wittwer ist in Brügg bei Biel aufgewachsen und hat nach dem Gymnasium in Bern Rechtswissenschaften studiert, im Jahr 2003 abgeschlossen. Fünf Jahre später hat sie die Anwaltsprüfung absolviert und ist heute in einem Teilpensum von 80% im Rechtsdienst angestellt, einem Teil der Verwaltung der Universität Bern. In einer Nicht-Rösseler-Familie geboren, nahm sie mit elf Jahren die ersten Reitstunden. «Noch ganz alte Schule mit Abteilungsreiten, militärisch geführt und einem fast 80-jährigen Reitlehrer. Jahrelang habe ich mit Arbeiten in der Reitschule meine Reitstunden abverdient und dort auch mein späteres, erstes Pferd kennengelernt, den Freibergerwallach «Coquin», welcher damals sechs Jahre alt war und 1993 mit zehnjährig zu mir kam. Mit diesem Freiberger habe ich meine ganze Jugend verbracht, bin stundenlang ausgeritten, habe Gymkhanas und Patrouillenritte «abgegrast» und dies mit der Zeit sogar erfolgreich», schmunzelt Judith Wittwer in Erinnerung an ihre reiterliche Laufbahn. «Coquin» erwies sich als absolut zuverlässig im Gelände und seine Besitzerin war mit ihm bei jedem Wetter und auch im Dunkeln unterwegs.

 

Lernen durch Handeln

Nach ungefähr sechs Jahren hat Judith Wittwer ihren Freiberger auf die Western-Reitweise umgestellt, da ihr die Patrouillenritte zu langweilig wurden und Springen sowie Dressur im Ausschlussverfahren wegfielen als mögliche Disziplinen. «Ich kaufte in den USA einen Westernsattel, der unglaublicherweise sogar gepasst hat und mit nur ganz wenig Hintergrundwissen oder Instruktionen meldete ich einfach mal die Einsteiger-Turniere an, machte viel «learning by doing» und startete alles ausser Showmanship. «Coquin» war super im Trail, dort hat er einfach abgeliefert. Pleasure war mehr eine Rennbahn für ihn, Horsemanship lief unter Glückssache und Reining lief auch recht gut, wenn halt damals noch auf dem vorhandenen Niveau», erklärt Judith Wittwer ihren Einstieg ins Westernreiten. Im Jahr 2016 musste sich die Reiterin von ihrem Freiberger trennen, der schöne 33 Jahre alt wurde und sie lange begleitet hatte.

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Karin Rohrer



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